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Transparent, authentisch gleich glaubwürdig?

Meine Masterthesis mit dem Thema „Transparent, authentisch gleich glaubwürdig? Herausforderungen des Reputationsmanagements unter besonderer Berücksichtigung von Corporate Blogs am Beispiel der Lebensmittelindustrie“ beschäftigt sich mit den zentralen Forschungsfragen, was die aktuellen Herausforderungen für das Reputationsmanagements von Unternehmen allgemein und insbesondere der Lebensmittelindustrie sind und ob über Corporate Blogs transparent, authentisch und glaubwürdig Corporate Reputation aufgebaut werden kann. Um diese Fragen zu beantworten, wurde die relevante Literatur durchgearbeitet und die daraus erarbeiteten Thesen durch eigene Empirie belegt. Für die Durchführung der Empirie wurden neben Experten aus der Wirtschaft sowie Wissenschaft in einem qualitativen Experteninterview auch Verbraucher in einer quantitativen Online Umfrage befragt und mehrere Corporate Blogs in einer quantitativen Inhaltsanalyse beleuchtet.

Zusammenfassend konnte auf Basis der Theorie sowie Empirie festgestellt werden, dass jede Sekunde im Web und insbesondere im Social Web zahlreiche User zahlreiche Meinungen, Bewertungen oder andere Informationen publizieren. Für Unternehmen ist dies insofern eine Herausforderung, da auch sie Inhalt dieser Informationen sein können und das nicht immer in einem positiven Kontext. Das heißt durch jede dieser Informationen kann tendenziell auch die Reputation des Unternehmens beeinflusst werden. Denn eine hohe Reputation aufzubauen kann Jahre dauern, sie zu verlieren jedoch nur wenige Sekunden. Den Reputationsaufbau im Social Web zu steuern, den Verbraucher in dieser Informationsflut zu erreichen und auch noch auf Kritik rechtzeitig zu reagieren, wird somit immer schwerer. Die Verbraucher sorgen über solche Inhalte aber nicht nur selbst für transparentere Unternehmen, sie fordern auch gleichzeitig mehr authentische und glaubwürdige Transparenz vom Unternehmen. Insbesondere gegenüber Unternehmen und Produkten der Lebensmittelindustrie sind viele Verbraucher aufgrund von Ursachen wie der medialen Inszenierung von Lebensmittelskandalen sehr kritisch und misstrauisch geworden. Sie haben hohe Anforderungen an die Herkunft, Herstellung und Inhaltsstoffe und wollen entsprechend transparent sowie authentisch informiert werden. Daher sind die Herausforderungen für das Reputationsmanagement von Unternehmen der Lebensmittelindustrie besonders groß. Aber über ein Corporate Blog können Unternehmen – authentisch, transparent und glaubwürdig – Inhalte über sich publizieren und dadurch Kompetenz sowie Vertrauenswürdigkeit belegen. Dies wirkt sich wiederum positiv auf die Glaubwürdigkeit und Corporate Reputation aus. Bisher unterschätzt jedoch der Großteil der Unternehmen das Corporate Blog als Instrument des Reputationsmanagements. Die befragten Experten sind sich jedoch einig, dass in Zukunft mehr und professionellere Corporate Blogs von Unternehmen eingesetzt werden. Ob sich diese These bestätigen wird oder es sogar effektivere Instrumente in der Zukunft geben wird, bleibt abzuwarten und muss in einer späteren Forschungsarbeit überprüft werden.

Ausführlichere Informationen zu diesem Thema können Sie zudem diesem verlinkten wissenschaftlichen Artikel von Frau Prof. Carola Anna Elias und mir entnehmen. Auf Anfrage kann ich Ihnen aber auch gerne meine komplette Arbeit zukommen lassen.

Erstellungsdatum: August 2015

Gestaltung: Björn Valentin